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Roland Büchner
SV Ferch 1948
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SV Ferch 1948

KommunalpolitikSV Ferch 1948
 
 

Chronik - 2. Kapitel

Chronologische Reihenfolge der Entwicklung

1948 Das Gründungsjahr unserer heutige SV 1948 Ferch e.V. . Gründungsmitglieder waren Bruno Jenschura, Georg Thiele und Rudolf Wünsch. Unter dem Namen SG Ferch beginnt der erste organisierte Verein in Ferch nach dem Krieg mit seiner Arbeit.
Zunächst besteht der Verein nur aus einer Fußballmannschaft. Diese Mannschaft spielt auf einem Sandplatz, die Tore werden selbst gebaut.
Zu den Spielern gehören : Herbert Grumelies, Horst Haegert, Udo Ammich, Gerhard Felsch, August Natzke, Georg Thiele, H. Thiele, W. Retkhe, H. Obkircher, E. Boege, H. Schulz

1949 Die SG Ferch wächst, viele neue Mitglieder schließen sich an. Es werden die Sektionen Rudern, Tischtennis und Gymnastik neu gebildet. Entscheidend für diese Entwicklung war das sich weitere Sportsfreunde aktiv an der Vereinsentwicklung beteiligten, wie z. Bsp. Willy Ebel und C. Wolfras die die Sektion Gymnastik leitete. Diese Sektion und die Fußballer sollten über Jahre das Gerüst im Verein darstellen.
Damalige Mitglieder in der Sektion Gymnastik waren T. Vogler, A. Müller, G. Allrich, U. Lienicke, W. Tamms, G. Prehn und C. Wolfras

Das Vereinsleben war sehr aktiv. Für Feierlichkeiten spendeten Privathandwerker und zahlreiche Obstzüchter.

1950 Zum ersten mal wird der Verein umbenannt. Er heißt nun BSG Traktor Ferch und wird von der ehemaligen MAS- Schule, die später dann das FDGB- Heim wird, unterstützt.
Vorsitzender wird Günter Balk
Die Mitgliederzahl steigt auf ca. 120 Sportler in verschiedenen Sektionen.

1951 Zum damaligen Zeitpunkt ein Höhepunkt im Vereinsleben, die Gymnastikgruppe nimmt an den Weltfestspielen teil.
Die Fußballer spielen nun organisiert. Angstgegner waren damals Bliesendorf und Busendorf.

1952 Die Sektion Fußball ist die zahlenmäßig stärkste, so hatten wir 2x Männermannschaften, 2x Jugendmannschaften und eine Schülermannschaft. Kurios aber zu damaligen Verhältnissen normal, zu den Auswärtsspielen mußten alle mit dem Fahrad fahren.

1953 Es zeichnen sich hervorgerufen durch mangelhafte Leitungstätigkeit, die ersten Zerfallserscheinungen in der BSG ab. Die Sektionen Tischtennis und Rudern gibt es nicht mehr. Viele Mitglieder verlassen den Verein und gehen in benachbarte Vereinen die bessere Bedingungen hatten. Eine schwere Zeit für den noch jungen Verein. Die Tage der BSG Traktor Ferch sind gezählt, nur ein Wechsel an der Vereinsspitze kann hier noch helfen.

1954 Nun ist es soweit, der Sportverein wird wieder in SG Ferch umbenannt. Neuer Vorsitzender wird Brunno Jenschura, die Sektion Fußball leitet Rudolf Wünsch. Ihnen ist es zu verdanken das nun zumindest ein kleines sportliches Treiben im Ort stattfand. Aber eine Mitgliederzahl von 120 sollte es lange Zeit nicht mehr geben.

1955 In diesem Jahr wird damit begonnen eine Sportplatzanlage, die dort war wo auch heut wieder der Sportplatz ist, auszubauen. Viele Probleme mußten bewältigt werden. So stand jedesmal die Frage wie kommen wir zu den Auswärtsspielen, wie können wir dem Vereinsleben neue Impulse geben.

1956/57 Weitere Sportler kehren dem Verein den Rücken. Entscheidend hierfür war vor allem die schlechten Platzbedingungen unseres Dorfackers. Ferch war in der Region eigentlich dadurch bekannt geworden den schlechtesten Fußballplatz zu haben. Auch ein Grund dafür das sich Sportler anderen Gemeinschaften anschlossen.
Die SG Ferch hat nun nur noch eine Fußballmannschaft. Die Nachwuchsarbeit kommt zum erliegen.
Zum damaligen Mannschaft gehörten aber immer noch die Gebrüder Franzke , Rainer Allrich und Peter Martins.

Es ist aber auch die Zeit wo nun endlich damit begonnen wird den Sportplatz zu bauen um die Rahmenbedingungen zu verbessern. Damals eine Selbstverständlichkeit " alles in Eigenleistung" Die Sportler gingen mit vollen Elan an diese Aufgabe. Es sollte aber noch Jahre vergehen bis endlich alles fertig war,

1960 Drei Jahre sind ins Land gegangen, die Spielfläche auf dem Sportplatz war fertiggestellt. Was nun noch fehlte waren sanitäre Anlagen doch wann diese gebaut werden sollten stand in den Sternen. Die damaligen Probleme waren die Materialbeschaffung und das nötige Geld. Aber , heut wie auch damals , zog es viele wieder zum Verein zurück. Es war auch die Zeit in der sich ein weiterer Sportsfreund um die Belange im Verein kümmerte und der entscheidend den Verein mitgeprägt hat, Erwin Franzke.

1961- 68 Der Verein besteht mehr recht als schlecht, was fehlt sind neue Impulse. Vor allem im Vereinsleben gibt es vieles was man besser machen könnte. Sicherlich nach dem Fußballspiel trifft man sich noch auf ein Glas Bier ( oft waren es mehr ) aber alles wird mehr oder wenig dem Selbstlauf überlassen.

1968 Dieses Jahr sollte einen Wechsel an der Vereinsspitze mit sich bringen. Erwin Franzke übernimmt die Geschicke des Vereins und Heinz Franzke die Sektion Fußball. Mit beiden kommen neue Impulse für den Verein die wir gebraucht haben.

1970 Dem Sportsfreund Bruno Jenschura wird für seine Arbeit für den Verein die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Es war Dank und Anerkennung für seine Arbeit die er seit der Gründung des Vereins bis in die Gegenwart als Vorsitzender geleistet hatte.

1972 Eine solide Arbeit der Vereinsführung führt dazu das sich der Verein stabilisiert. Es gibt zwei Männermannschaften die durchaus erfolgreich spielen.
Spieler damals waren : B. Schuder, H. Schuder, K. Böhme, Bernd Gerstädt ( alle aus Petzow ) Günter Jahn, Heinz Peplau, Hans Runge, Gebr. Franzke, Gebr. Kitzmann und Jürgen Weinholz.

Es sollte aber das Jahr sein in dem eine neue Generation von Fußballern heranwuchs, die auch noch heute in der Altherrenmannschaft spielen.
So wurden unter der Anleitung von Erich Kitzmann und Horst Herrmann eine Schülermannschaft betreut die später sehr erfolgreich wurde.

1973 Durch kontinuierliche Arbeit und einen festen Stamm von Spielern steigt die 1. Männermannschaft in die 1. Kreisklasse auf. Dies ist ein riesiger Erfolg für diesen kleinen Verein. Mit diesem Erfolg entwickelt sich ein reges Treiben auf dem Sportplatz. Zu den Spielen kommen immer mehr Zuschauer und der Sportplatz entwickelt sich zum kulturellen Zentrum. Davon profitiert vor allem die ehemalige Gaststätte Birkenwäldchen wo nach den Spielen das berüchtigte Stiefeltrinken stattfand.

Die Zahl der Mitglieder beträgt zu diesem Zeitpunkt 47 Sportler ausschließlich in der Sektion Fußball.
In dieser Zeit wird auf dem Sportplatz gespielt wo heut der Fontanepark steht. Es ist auch der Beginn wo ein Sozialgebäude gebaut wird. Hier hat sich besonders der Sportsfreund Hans Runge engagiert.
Interessant war das damals die GPG Schwielowsee Fahrzeuge stellte um die Mannschaft zu den Spielen zu transportieren und dies kostenlos !

1975 Ein trauriges Jahr für den Verein. Bruno Jenschura und Erich Kitzmann versterben. Sie werden in unseren Erinnerungen einen würdigen Platz einnehmen.
Die Mitgliederzahl erhöht sich auf 88 Sportler. Erwin Franzke weiterhin Vorsitzender und Hans Rolle Schatzmeister.
Auch im Nachwuchsbereich tut sich etwas, neben der Schülermannschaft wird eine zweite Kindermannschaft gegründet ( damals gab es noch keine Nachwuchssorgen ) hier zeigten sich die Sportsfreunde Rainer Allrich und Gerd Kaminski verantwortlich.

1976 Es wird aktiv an der Fertigstellung des Sozialgebäude auf dem Sportplatz gearbeitet. Durch die Unterstützung der Gemeinde insbesondere des damaligen Bürgermeisters Erhard Wittig und des Einsatzes vieler Sportler kann in Eigenleistung viel erreicht werden. Es sollte aber noch zwei Jahre dauern bis auch dieses Gebäude fertiggestellt wird.

1977 bekommt der Platz einen Zaun, der Platz wird bearbeitet und Rasen wird angesät. Sportlich geht es auch weiter voran. Besonders der Nachwuchs verzeichnet Erfolge. Horst Herrmann und seine Jugendmannschaft spielt sehr erfolgreich in der Kreisklasse. Die Mannschaft war mit einigen Spielern aus Caputh, heut undenkbar, aufgefüllt worden und somit auch stark besetzt.
Spieler waren unter anderem Detlef Eggers, Ralf Tiedemann, Gerald Ammich, Roland Büchner, Dirk Krüger aus Ferch und Wolfgang Fritsch, Andreas Herke und Olaf Scheffler aus Caputh. Damals hatten wir soviel Spieler das wir 3x Nachwuchsmannschaften und 2x Männermannschaften hatten.
Die Mitgliederzahl erhöhte sich auf 112. Auch hatten wir wieder eine Gymnastikgruppe ( 21 Mitglieder )
Erwähnenswert war auch das der ehemalige Friedensfahrtteilnehmer ( die Friedensfahrt war die Tour de France des Ostens ) Günter Grünwald mit 35 Schülern der 1- 4 Klasse der Schule Ferch ! eine kleine Radfahrt durchführte.
Dirk Krüger wird als erster Fercher Fußballspieler in die Bezirksauswahl berufen.

Die Arbeit von Horst Herrmann zahlt sich nun auch aus. Die Jugendmannschaft belegt den 2 Platz der zum Aufstieg in die Bezirksklasse berechtigt.
Leider konnte dieser nicht war genommen werden da die Spieler zu alt waren und in den Juniorenbereich wechselten und keine Mannschaft in der Altersklasse gestellt werden konnte.

1978 Die SG Ferch begeht ihr 30 jähriges Bestehen in der Gaststätte Birkenwäldchen. Viele Ältere Sportler die das Vereinsleben mitgeprägt haben werden eingeladen. Zahlreiche Sportler werden geehrt.
Aber es ist auch der Beginn einer schweren Zeit. Was die sportlichen Erfolge anbelangte war alles in Ordnung doch schon damals zeichnete sich ab das es in den folgenden Jahre mangels Nachwuchs es wieder zu Problemen kommt.

1979/80 Noch ist alles in Ordnung. Viele der Juniorenspieler sind in der Männermannschaft intrigiert. Die Spieler aus Caputh sind abgewandert und die Nachwuchsmannschaft die nun von Detlef Eggers geleitet wird spielt im Schülerbereich. Spieler waren Lorenz Ebel, Dirk Berlin, Mario Hüller, Frank Allrich, Ralf Franzke, Ulf Kitzmann und Holger Martins. Es sollten noch Jahre vergehen ehe diese bei den Männern spielen könnten.
Daran dachte aber damals noch keiner. Sportlich gewann die Knabenmannschaft in dieser Saison sowohl die Kreismeisterschaft als auch ihre Staffel.
Erfreulich die Entwicklung der Gymnastikgruppe. Sie ist eine echte Bereicherung der SG. Sie treten bei Feierlichkeiten im Ort auch auf.

Die Wahlen 1980 ergeben einen Wechsel an der Vereinsspitze Gerhard Franzke wird neuer Vorsitzender und Erwin Franzke Stellvertreter. Die Gymnastikgruppe leitet Martina Heinemann sie besteht vor allem aus den Tanzmädchen die beim Karneval auftreten.
Die Mitgliederzahl bleibt mit 96 Sportlern fast konstant.

Die Arbeiten auf dem Sportplatz gingen auch weiter. Es wurden Lichtmasten aufgestellt und ein kleiner Übungsplatz entstand um auch im Winter zu trainieren. Dazu mußten 250 m Kabelgraben ausgehoben werden alles natürlich in Eigenleistung.

1981/82 Die 1. Männermannschaft wird inzwischen von Ullrich Müller geleitet sein professionelle Training zahlt sich aus die Mannschaft steigt in die 1.Kreisklasse auf. Es gibt jetzt noch 3x Mannschaften 2 Männer und eine Altherrenmannschaft. Leider keine Nachwuchsmannschaft mehr.
Hier zeigt sich schon, das mit personellen Problemen die Mannschaften zu kämpfen haben. Oft werden die Mannschaften am Spieltag auch damit aufgefüllt das ein Spieler seinen Bruder oder Schwager mitbringt der dann unter falschen Namen mitspielt, damals noch möglich das die Spielerpässe nicht genau kontrolliert wurden.

1983 Nach einigen Unstimmigkeiten innerhalb der SG kommt es zu einem Wechsel an der Vereinsspitze. Ralf Krüger wird neuer Vorsitzender.
Er möchte verstärkt mit dem FDGB- Heim zusammenarbeiten das zu dieser Zeit im Bereich Jugendtourismus beliebter Anlaufpunkt ist. Hier sind auch Kontakte zu ausländischen Jugendlichen möglich. Bei gemeinsamen sportlichen und geselligen Veranstaltungen kommt es zu einem regen Austausch.
Episode am Rande. Wildschweine verwüsten den neuen Rasenplatz so sehr das dieser nicht mehr bespielter ist. Ein herber Rückschlag für den Verein.

1984/85 Aus sportlicher Sicht nichts neues. Der Verein kann seine Spiele eine Zeitlang nur auf einen Nebenplatz ausführen ( da wo heut der Sportplatz ist ) Es ist ein reiner Sandplatz der nach jedem Spiel gewalzt werden muß. Legendär das Fußballspiel Ferch gegen Werder. Viele Zuschauer und viele Tore. Endergebnis war ein 6:6. !
In der Vereinsführung zeigen sich Ermüdungserscheinungen. Sfr. Krüger hat aus beruflichen Gründen nicht mehr die Zeit den Verein zu führen. Es zeichnet sich ein neuer Wechsel an der Vereinsspitze ab.

1986 Nun ist es soweit, Ralf Krüger gibt sein Amt auf. Nicht einfach für den Verein da es zunächst keinen gibt der das Amt übernehmen will.
Nach vielen Gesprächen und der Annahme eines neuen Konzepts übernimmt Roland Büchner den Vereinsvorsitz. Mit Ihm und seinem neuen Stellvertreter, Hans Joachim Köppe ( war stellv. FDGB- Heimleiter ) kommt neuer Schwung in die Vereinsarbeit. Wichtig war, das auch bei der Sektion Fußball ein neuer Sektionsleiter gefunden wurde. (Achim Rast ) Komplettiert wurde der Vorstand vom langjährigen Kassenwart Hans Rolle und Manfred Kitzmann für die Revision. Diese Mischung aus Jung und Erfahrenden Sportlern sollte die Vereinsarbeit beflügeln. Die Mitgliederzahl betrug zu diesem Zeitpunkt 66 Sportler

1987 Der neue Vorstand setzte sich als Ziel neue Mitglieder zu gewinnen. Dies konnte aber nur gelingen wenn man das Sportangebot verbessert. So wurde in diesem Jahr die Sektion Billard ins Leben gerufen. Anfänglicher Erfolg verpuffte aber wieder schnell da kein geeigneter Raum und kein eigenes Billard zur Verfügung stand. Gespielt wurde in der " Milchbar" im FDGB-Heim und in der Gaststätte Bootsklause.
Trotzdem konnte die Mitgliederzahl auf 79 Sportler gesteigert werden.
Wir hatten 2x Männermannschaften, eine Alte Herren und die Gymnastikfrauen
Es begannen die Vorbereitungen für das 40 jährige Bestehen der SG

1988 Die SG führt ihr Jubiläum, im FDGB- Heim durch. Eine gelungene Veranstaltung auf der auch zahlreiche Sportler ausgezeichnet werden. Großen Anteil am Erfolg der Veranstaltung hat Hans- Joachim Köppe der nun als Leiter der Einrichtung seine "Beziehungen" spielen läßt und somit für damalige Verhältnisse viele kleine Souvenirs , wie Gläser mit Vereinswappen, Anstecknadel ect. organisiert. Ursel Rolle Sektionsleiter Gymnastik strikte in mühevoller Heimarbeit Vereinsschals mit Emblem.

1989 Es ist das Jahr des gesellschaftlichen Umbruchs in unserem Land. In der SG Ferch spricht man beim Glas Bier auch über die Situation obwohl Politik keine große Rolle im Verein gespielt hat. Sportlich hat der Umbruch zunächst keine Auswirkungen.
Zu diesem Zeitpunkt spielen 52 Sportler Fußball, 16 Frauen hat die Gymnastikgruppe und 16 Sportler sind als passive Mitglieder geführt.

1990 Der Umbruch ist vollzogen. Nichts ist mehr wie es war. Auch die SG Ferch steht vor einer neuen Situation. Viele Fragen müssen geklärt werden.
Es gibt eine neue Gemeindevertretung, neue Bestimmungen, neue Förderrichtlinien. Die Vereinsführung reagiert flexibel auf die neue Situation.
Am 28.05.1990 wird die SG Ferch in SV 1948 Ferch umbenannt. Sie gibt sich eine neue Satzung und beantragt die Gemeinnützigkeit, ein Wort was wir vorher nicht kannten. Es mußten gesetzliche Vertreter bestimmt werden und und...
Wir standen auch vor dem Problem, wie soll sich der Verein nun finanzieren ?
Auch weitere Probleme belasteten den Verein so sang die Mitgliederzahl zwar nur auf 50 aber es zeichnete sich schon ab das es weiter bergab ging. Dies lag auch daran das unsere Mitglieder nun mit anderen Problemen zu kämpfen hatten, die das neue System mit sich brachten. (Arbeitslosigkeit)
Trotzdem sei als positiv anzumerken das die Sektion Billard sich nun endlich etabliert hatte und unter seinem ersten Sektionsleiter Rainer Scharschmidt sogar am Wettkampfbetrieb teilnahm. In der ersten Zeit aber nur Auswärts weil noch immer ein eigenes wettkampftaugliche Billard in Ferch fehlte.

1991 Die Mitgliederzahl am Tiefpunkt. Ganze 35 Sportler gehören noch zur SV.
Die Gymnastikgruppe wurde aufgelöst aus ihr entstanden die Tanzmädchen die sich dem Karnevalsverein anschlossen. Es gab nur noch eine 1. Männermannschaft. An Nachwuchs konnte man nicht mehr denken da in Ferch keine Schule mehr existierte und die Kinder in Caputh zur Schule gingen und sich auch dort dem Sportverein anschlossen.
Einziger Lichtblick war die Vereinbarung mit dem ehemaligen Robur- Werken die der SV einen Bungalow zur Verfügung stellten wo das neue Billard der Sektion stand. Natürlich nicht unentgeltlich ! Neuer Sektionsleiter wird Udo Runge.

1992/93 Der Verein versucht aus seinem Tief sich zu befreien. Bei den Wahlen wird Dirk Krüger 2. Vorsitzender und Ursel Rolle übernimmt von Ihrem Mann Hans Rolle die Funktion des Schatzmeisters. Dieser wird für seine langjährige Tätigkeit im Verein die Ehrenmitgliedschaft übertragen.
Dirk Krüger gründet eine Nachwuchsmannschaft im Fußball zunächst nur auf Probe, es sollte sich aber später auszahlen.
Die Mitgliederzahl steigt wieder leicht an und sollte sich von nun an stetig vermehren. Geschafft wir waren aus unserem Tief heraus.
Zum ersten mal in der Geschichte des Vereins wird eine Partnerschaft mit einem Verein aus den alten Bundesländern aufgenommen. Der FC Azzuri Gerthe aus Bochum. Manfred Kitzmann kann auf ein 25jähriges "Bestehen" verweisen. Seid 1968 pfeift er als Schiedsrichter. Alles begonnen hat 1968 mit der Partie Kloster Lehnin gegen Union 04 Potsdam.

1994-96 Die neue Gemeindevertretung beschließt den das Sportplatzgelände zu verkaufen ( Bauverein zu Hamburg ) dort soll der Fontanepark entstehen. Nach Protesten seitens der Sportler gibt man sich zufrieden mit der Bedingung das ein neuer Sportplatz gebaut wird.
Es sollen 2 Jahre vergehen bis er vollendet ist. Sicherlich schöner und für den Sport attraktiver. Aber auch sehr teuer. Aus Geldmangel können Sanitärräume und andere Dinge wie Clubraum und Kegelbahn nicht mehr gebaut werden.
Hier war wieder mal die Eigeninitiative der Sportler gefragt.
Die Gemeinde kaufte ein altes Bungalow was notdürftig vom Verein hergerichtet wurde.
Durch die nun stark verbesserten Trainingsbedingungen auf dem neuen Sportplatz ( einer der besten in der Region ) kamen auch wieder mehr Sportler zu uns. Insbesondere die Nachwuchsarbeit verbesserte sich zusehends. Hier sei besonders angemerkt die Arbeit von Dirk Krüger
Aber auch der Billardclub entwickelte sich stetig weiter, es kamen viele neue Sportler hinzu und man spielte nun mit 2 Mannschaften im Punktspielbetrieb
Neuer Leiter wird Gerald Ammich. Die Mitgliederzahl stabilisiert sich wieder auf 67 wobei zeitweise fast 20 Kinder betreut wurden.

1997 Die Vorbereitungen für das 50jährige Bestehen der SV laufen an. Im Sozialgebäude wurden Heizung, Duschen und ein Kraftraum in Eigenleistung eingebaut. Auch der Billardclub der inzwischen in der ehemaligen Schulbaracke eingezogen ist richtet die Räumlichkeiten her.
Es entstehen ideale Bedingungen für beide Sektionen.
Es wird eine Frauen Fitneß- Gruppe gegründet. Erste Mitglieder waren Kerstin Beck, Kerstin Mies, Anett Krüger.

1998 Der SV 1948 Ferch feiert sein 50jähriges Bestehen auf dem Sportplatz der nun vollständig hergestellt ist. Auch das Sozialgebäude wurde rekonstruiert und kann nun genutzt werden.
Roland Büchner Präsident des Vereins wird Bürgermeister der Gemeinde Ferch.
Die D- Junioren werden Staffelsieger. Nur die 1.Männermannschaft verpasst wieder mal, unter Leitung von Mario Auping den Aufstieg.
Es wird Zeit das eine Verjüngung in der Mannschaft stattfindet. Der Verein gründet die "Old Boys" eine Mannschaft aus Spielern die über 32 sind.
Die Mitgliederzahl wächst auf 112 Sportler in 3 Sparten.

1999 Billardclub wird zum ersten mal Kreismeister. Er spielt mit insgesamt 3 Mannschaften. Beim Fußball gibt es positives zu vermelden. Die 1.Mannschaft unter Leitung von Hartmut Biermann hat sich nach seiner Verjüngungskur in der 2.Kreisklasse im Vorderfeld plaziert. Die "Old Boys" schaffen auf Anhieb Platz 3 in ihrer Altersklasse.

2000/01 durch die optimalen Bedingungen auf dem Sportplatzgelände werden als neue Abteilungen Leichtathletik und Frauengymnastik gegründet. Diese Abteilungen werden von Diana Hoffmann erfolgreich geleitet.
Der Sportverein bekommt aus Mitteln des Goldenen Plans Ost 225.000 DM Fördermittel. Ein Drittel von dieser Summe muß von den Sportlern in Eigenleistung erbracht werden.
Die 1.Mannschaft im Billard wird wieder Kreismeister und steigt in die Landesliga auf.
Das Ehrenmitglied Hans Rolle verstirbt.

2002 Der Anbau am Sozialgebäude wird vollendet. Dadurch bekommt der Verein komplett neue Sanitäre Anlagen und einen Clubraum. Dadurch werden weitere Verbesserungen erreicht.
Die Arbeit von Trainer Hartmut Biermann zahlt sich aus. Die 1. Männermannschaft steigt nun endlich in die erste Kreisklasse auf. Bemerkenswert ohne Niederlage. Mario Pempe wird mit 38 Toren sogar Torschützenkönig.
Bei den Vorstandswahlen wird ein neuer Vorstand gewählt der auch der alte war. Präsident R.Büchner, Schatzmeister A.Beuster, 2.Vorsitzender D.Krüger und Protokolantin Kerstin Beck. Die Mitgliederzahl beträgt nun 120 Sportler.

2003 Vorbereitungen für das 55jährige Bestehen der SV 1948 Ferch e.V. weiter
 

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